Der geneigte Hobbykoch nutzt sein Kochmesser, wenn es hoch kommt, eine Stunde am Tag, doch was passiert eigentlich mit dem Messer in den anderen 23 Stunden und in den Zeiten, in denen es mitunter mal gar keine Verwendung findet?

Kochmesser Aufbewahrung – Es muss irgendwo verstaut werden: sicher, geschützt, aber vielleicht auch dekorativ. Gerade bei einem äußerst hochwertigen Exemplar stellt sich die Frage der richtigen Aufbewahrung immer wieder.

Besondere Kochmesser nämlich sind aufgrund ihrer Materialien und Schärfe auch besonders empfindlich.

Die wichtigsten Anforderungen an die Aufbewahrung von Messern:

  1. Stoßschutz: Eine empfindliche Klinge sollte keineswegs mit anderen Klingen zusammenstoßen, am Besten erst gar nicht in Berührung kommen. Schon kleinste Macken können die Schneideperformance zunichte machen, Kratzer die Beschichtungen zerstören. Gerade extrem harte Klingen, wie sie bei japanischen oder exklusiven deutschen Kochmessern gefertigt werden, können sogar brechen.
  2. Schutz vor Feuchtigkeit: Feuchtigkeit, Säuren, Rost – das sind die „natürlichen Feinde“ von Stahl. „Kühl und trocken lagern“, das gilt somit nicht nur für viele Lebensmittel, sondern auch für Messerklingen.
  3. Schutz des Nutzers/Kochs vor unbeabsichtigtem Schneiden: Nicht nur das Messer selbst sollte geschützt werden, sondern auch dessen Benutzer: Bei extrem scharfen Schneiden besteht nur allzu schnell Verletzungsgefahr, wenn die Kochmesser nicht sach- und fachgerecht aufbewahrt sind. Umso mehr gilt das für den normalen Haushalt und wenn zum Beispiel Kinder „Zugriff“ auf die Schneidwerkzeuge haben könnten.
  4. Ästhetik und Dekoration: … ist ein Element, das erst neuerdings, aber stark zunehmend in den Fokus rückt. Einher geht ein erweitertes Verständnis gerade eines exklusiven und hochwertigen Messers. Kochkunst trifft kunstwerklich gefertigte Kochmesser – wenn diese Formel gilt, muss auch die Aufbewahrung zwangsläufig eine andere sein. Vitrine? Schauregal? Nicht unbedingt. Doch fest steht, dass man Klingen mit tollem Muster des Damaststahls oder einem edlen Griff lieber zeigt als sie irgendwo im letzten Winkel der Küche zu verstecken.

Welcher Aufbewahrungsort also ist der beste?

Was sind Vor- und Nachteile von Messerleiste-, block- oder –halter?

  1. Schatullen: Oft sind sie schon bei der Lieferung dabei oder es gibt sie separat zu kaufen: Hochwertige Schatullen, aus Holz oder Klavierlack beispielsweise. Ähnlich wie ein Schmuckkästchen sind sie rasch aufgeklappt und betten das Messer weich, schützen es vor äußeren Einflüssen, sogar vor Staub. Damit sind sie ideal für den Transport oder aber die sichere Aufbewahrung zu Hause. Das gewisse Etwas können sie durch spezielle Gravuren oder andere Individualisierungen erhalten.
  2. Etuis: Schwarz oder braun, aus edlem Nappa- oder Rindsleder oder Nylon, offen oder mit Verschluss: Schöne Messeretuis liegen voll im Trend. Ursprünglich nur für das Taschenmesser vorgesehen, das man überall mit hinnimmt und ständig bei sich trägt, gibt es sie inzwischen auch für die verschiedenen Formen und Varianten der Koch- und Küchenmesser. Die Messermanufakturen bieten sie oftmals in ihrem Zubehör an, passgenau abgestimmt auf die verschiedenen eigenen Editionen.
  3. Steckscheiden: Auch sie kommen aus Leder daher, immer öfter jedoch auch aus Holz, wie Bambus oder Lindenholz. Gerade letztere sind stabil und verleihen dem Kochmesser damit den richtigen Schutz vor Beschädigung und Abstumpfung. Gleichzeitig schützen sie den Nutzer vor versehentlichen Verletzungen.
  4. Messerkoffer und -taschen: Für gleich mehrere Messer auf einmal eignen sich ganze Messerkoffer mit ihren Einschublaschen. Diese jedoch werden vornehmlich für den Transport verwendet, zum Beispiel wenn Profiköche in fremden Küchen oder in der Öffentlichkeit ihr Können zeigen. Die Koffer sind meist aus Aluminium, doch es gibt auch textile Varianten in Form der bekannten Rolltaschen, in denen sich ursprünglich oft ganze Messersets befinden, die aber natürlich auch leer erworben werden können.
  5. Magnetleiste: Die einfachste Form der dekorativen Aufbewahrung ist die sogenannte Messerleiste, auch bekannt als Magnetleiste. An ihnen können alle gängigen Messer platzsparend und hygienisch einwandfrei befestigt werden. Dekorativ sind sie, da das Kochmesser im Ganzen – und damit in voller Pracht von Griff, Zwinge und Klinge – sichtbar bleibt und nicht etwa die Klinge in einem Einsteckfach verschwindet. Wer jedoch zu unvorsichtig sein Lieblingsmesser vom starken Magneten abnimmt, kann dann doch mitunter kleine Schäden an der Schneide anrichten. Minimal, aber mit großen Auswirkungen. Weiterer Kritikpunkt ist gemeinhin, dass die scharfe Schneide offenliegt – und so der Nutzer bei unbedachtem „Zugriff“ durchaus mal „danebengreifen“ kann.
  6. Messerblock: Am häufigsten in deutschen Haushalten, aber auch gastronomischen Küchen findet man wohl den allseits bekannten Messerblock, der meist aus Holz, Kunststoff oder Edelstahl bestehen kann. Oft gibt es zu bestimmten Messerserien ganz spezielle Messerblöcke, oft kann man sie auch bestückt kaufen oder aber separat. Aus edlem Material – zum Beispiel in naturbelassener Buche oder lackiertem Edelholz – und richtig platziert avancieren sie durchaus zum Hingucker in der Küche. Ganz nach dem eigenen Geschmack, persönlichen Vorlieben und passend zu der übrigen Kücheneinrichtung.
  7. Messerhalter: Gemeint ist nicht der Überbegriff, sondern speziell erstelle Halter: Die Konstruktion aus Glas, Metall und Holz stellt sicherlich die „Königin“ unter den Messeraufbewahrungsformen dar. Zum Beispiel wartet die Manufaktur aus Solingen mit ganz besonderen Exemplaren auf. In verschiedenen Farbvarianten werden sie zum Designobjekt, in der Küche, das Messer regelrecht in Szene setzt. Die Werkzeuge des Koches sind stets griffbereit, das Ganze ist äußerst klingenschonend. Und: auch hier werden die Messer in voller Pracht und Gänze präsentiert.

Fest steht: Die Messermanufakturen wissen längst um den Bedarf an entsprechendem Zubehör für ihre Messer – und die Möglichkeiten zur Aufbewahrung sind ganz vorne dabei.

Ein Aufbewahrungsort für hochwertige Kochmesser sollte nämlich ein No-Go sein und bleiben: die einfache Schublade im Küchenschrank.









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